Kaufratgeber
Gebrauchte Schleifmaschine kaufen: was Sie prüfen sollten
Veröffentlicht am 12. Oktober 2026
Flach-, Rund- oder spitzenlose Schleifmaschine: Die Genauigkeit entscheidet sich an der Schleifspindel, den Führungen und der Gleichmässigkeit der Bewegungen. Die Prüfungen vor dem Kauf.
Eine Schleifmaschine misst sich an der Genauigkeit und Oberflächengüte, die sie erreicht. Eine ältere, aber sorgfältig gepflegte Maschine kann hervorragend bleiben; eine neuere, schlecht behandelte kann enttäuschen. Konzentrieren Sie die Besichtigung auf diese Punkte.
Der richtige Typ und die richtigen Kapazitäten
- Flachschleifen: Grösse von Tisch und Magnetspannplatte, Hub, Höhe unter der Scheibe.
- Rundschleifen: Durchmesser und Spitzenweite, Innenschleifen möglich oder nicht.
- Spitzenlos: Durchmesserbereich, Durchlauf- oder Einstechschleifen.
- Konventionelle Steuerung, automatische Zyklen oder CNC, je nach Losgrösse.
Schleifspindel und Auswuchten
- Keine Geräusche oder Vibrationen im Leerlauf, gleichmässige Erwärmung.
- Vorhandensein und Zustand des Auswuchtsystems der Schleifscheibe.
- Abrichtvorrichtung (Diamant) in gutem Zustand und richtig eingestellt.
Führungen und Bewegungen
Die Führungen sind oft von Hand geschabt: Achten Sie auf Riefen und Einlaufspuren und prüfen Sie die Schmierung. Die Tischbewegung muss gleichmässig sein, ohne Ruckeln oder Geräusche und ohne Hydrauliklecks. Ein ruckelnder Vorschub zeigt sich sofort an der Oberfläche.
Magnetspannplatte und Kühlschmierstoff
Prüfen Sie bei einer Flachschleifmaschine die Ebenheit der Spannplatte, die Haltekraft und die Entmagnetisierung der Teile. Die Filtration des Kühlschmierstoffs (Papierbandfilter, Magnetabscheider) bestimmt die Oberflächengüte: Prüfen Sie, ob sie vollständig und funktionstüchtig ist.
Der Beweis am Werkstück
Lassen Sie ein Probeteil schleifen und messen Sie es: Ebenheit oder Zylinderform, Masse, Rauheit. Ist die Maschine mit einer Inprozessmessung ausgerüstet, prüfen Sie deren Funktion.